Der Ortsvorsteher informiert – Regenüberlaufbecken in Aschbach

Informationsschreiben des EVS (Entsorgungsverband Saar) vom 21.05.2015  zum Bau eines neuen Regenüberlaufbeckens im Lebacher Stadtteil Aschbach 

Im Lebacher Stadtteil Aschbach beginnt der Entsorgungsverband Saar mit dem Bau eines neuen Regenüberlaufbeckens. Das Regenüberlaufbecken mit einem Nutzvolumen von rund 140 Kubikmetern gehört zur Abwasseranlage Eppelborn-Bubach-Calmesweiler. Durch den Neubau wird ein altes Regenüberlaufbauwerk ersetzt (Regenüberlaufbauwerke können, im Gegensatz zu Regenüberlaufbecken, kein Mischwasser bei Regenereignissen zwischenspeichern).

Das Bauwerk wird in unmittelbarer Nähe des Mündungsbereiches des Aschbachs in die Theel gebaut. Die künftigen Entlastungswässer aus demRegenüberlaufbecken werden dann

direkt in die Theel geleitet. Der Standort wurde im Einvernehmen mit den betroffenen Eigentümern festgelegt.

Der Baubeginn erfolgt Anfang Juni 2015 und wird voraussichtlich zu Beginn des neuen Jahres abgeschlossen sein. Die Baukosten betragen rund 804.000 Euro.Die Zufahrt der Baustelle erfolgt über die Koblenzer Straße. Im Bereich der Baustelleneinfahrt werden Hinweisschilder aufgestellt.

Hintergrund:

Das Sammlersystem im Saarland wird überwiegend im Mischsystem betrieben, das heißt, dass das häusliche Abwasser und das Regenwasser von befestigten Flächen im gleichen Kanal abgeleitet werden. Da die Sammler durch überdurchschnittlich große Wassermengen bei Regenwetter oft überlastet wären, werden im Kanalsystem sogenannte Regenwasserbehandlungsanlagen gebaut. Kommt mehr Wasser an, als vom Hauptsammler aufzunehmen ist, wird dieses zunächst in Regenüberlaufbecken gespeichert. Durch die Speicherung wird vermieden, dass der erste konzentrierte Schmutzstoß – neben dem eigentlichen Abwasser werden bei starkem Regen auch im Kanal befindliche Ablagerungen mitgeschwemmt – in den Bach gelangen.

 

Erst nach kompletter Befüllung des Beckens erfolgt der Abschlag des dann stark verdünnten und somit unschädlichen Mischwassers in den Bach. Die Anlagen sind so ausgelegt, dass die geringe Schmutzstoffmenge, die letztendlich noch in den Bach eingetragen wird, über Selbstreinigungsfähigkeit des Baches leicht abgebaut werden kann. Es kommt also zu keinerlei Schädigung des Gewässers – im Gegenteil: Durch die Schaffung des Speichervolumens wird das Gewässer stark entlastet.

Das im Regenüberlaufbecken gespeicherte stärker verschmutzte Abwasser hingegen wird nach Abklingen des Regenereignisses mithilfe einer Abflusssteuerung dosiert über den Hauptsammler in Richtung Kläranlage – hier zur Kläranlage Bubach-Calmesweiler (Eppelborn) – abgegeben.

 

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